Maranello

 

Geburtsdatum:

Rasse:

In meinem Besitz seit:

"True friendship is sitting togheter in silence and feeling like it was the best conversation you've ever had - thank's Maranello for being my friend!"

Schon als ich Maranello als drei monatiges Fohlen kennengelernt habe, wusste ich von Beginn an, dass er einen ganz speziellen Charakter hat. Er war sehr neugierig aber irgendwie auch etwas distanziert, abwägend, zurückhaltend. Ich sah in seinem Blick, dass er einem sagen wollte "euch Menschen kann man nicht trauen - mir macht niemand so schnell was vor". Mit viel Geduld versuchte ich sein Vertrauen zu erlangen, welches er mir bis zu einem gewissen Grad auch schenkte aber ich spürte, dass eine restliche Anspannung vorhanden blieb - die ich mir nicht erklären konnte. Als er drei jährig wurde und ich seiner Ausbildung langsam mehr Aufmerksamkeit schenken wollte, zeigte er mir recht schnell, dass ihn das Ganze doch sehr stresst. Ich versuchte verschiedene Wege aus, mit denen ich bis anhin gute Erfahrungen gemacht habe, bei ihm schienen sie jedoch nicht die Richtigen zu sein.

Auf der Suche nach der Ursache und einem anderen Ansatz, bin ich auf Anna Marciniak von OneHorseLife gestossen. Sie hat mir die Augen geöffnet, um zu verstehen wo die Ursache unseres Problems liegt und wie ich Maranello helfen kann, seine wahres Persönlichkeit zu sein und sein Potential zu entfalten.

Das Problem sind unbewusste anhaltende Muskelspannungen (Weichteil- und Skelettmuskulatur), die seinen Körper und  seine Emotionen konstant aktiv halten und somit sein Nervensystem ständig stimulieren. Diese Überreizung führt zu vielen Verhaltensauffälligkeiten, Gesundheitsproblemen, Schwierigkeiten im Training und Umgang. 

Durch eine bestimmte Technik lernt er nun, diese Spannungen bewusst los zu lassen und auf unterschiedliche Stresssituationen aus eigenem Willen zu entspannen. Das Schöne bei dieser Technik ist, dass es kein erlerntes Verhalten ist, sondern einen Zustand des Seins und deshalb die Pferde diese Hilfestellung auch in ihrem Alltag einsetzen können, um ihren Stress zu senken.​

Warum ist das so?

Einige Pferde haben von Geburt an oder durch ein Trauma Schwierigkeiten sich selber zu entspannen, sie benötigen unsere Hilfe.

Jedes Pferd hat aber die natürliche Fähigkeit sich zu entspannen. Man sieht die Pferde auf der Weide oder im Auslauf entspannen, während dem sie ein Nickerchen machen, im Sozialkontakt untereinander, während der Fellpflege. Wie auch immer sich diese Entspannung zeigt, sie ist jedoch ein spontaner Prozess und keine bewusste Entscheidung vom Pferd.

Einigen Pferden fällt es leichter, sich in diese Momente der Entspannung zu begeben als anderen. Genau gleich wie bei uns Menschen, gibt es die, die sich schneller und besser entspannen können und die, welche Schwierigkeiten damit haben. Das sind die Pferde, die immer was haben, die viel auffälliges Verhalten zeigen. Das sind die Pferde, die sich losreissen, auf alles und jeden mit Anspannung reagieren. Das sind die Pferde, die nicht fressen oder zu viel fressen, die in Anwesenheit von Futter nicht mehr klar denken können. Das sind die Pferde mit Hufrehe, Koliken und Magengeschwüren.

Solche Pferde zu trainieren und zu versorgen ist nicht einfach. Weil die üblichen Trainingstechniken darauf ausgerichtet sind, dem Pferd ein gewünschtes Verhalten beizubringen. Dies hat zur Folge, dass sich die Spannung des Tieres noch verstärkt und länger anhält. Gefangen in diesem Teufelskreis, wird das Pferd versuchen seine Spannungen auf unterschiedliche Weise zu kommunizieren aber sein Körper ist und bleibt angespannt. Dies erzeugt viele gesundheitliche Probleme, Trainigs- und Verhaltensschwierigkeiten. 

Falls du auch ein Pferd hast, dass folgenden Auffälligkeiten zeigt, kann ich dir das OPTIMAL PERFORMANCE PROGRAM von Anna Marciniak von ONEHORSELIFE nur ans Herz legen:

 

  • über reaktiv, explosiv, nervös, ängstlich, schreckhaft

  • aggressives Verhalten gegenüber Menschen oder anderen Pferden

  • lässt sich nicht gerne berühren, putzen, satteln

  • verspannt, steif, nicht durchlässig

  • träge, unmotiviert, faul, will nicht vorwärts gehen

  • gesundheitliche Probleme wie Ekzem, Allergien, Koliken, usw.

  • zu dick, zu dünn

  • extrem Futter orientiert, will nicht aufhören zu fressen

  • fressen von Holzzäunen oder Boxenwände

  • Schwierigkeiten Muskulatur aufzubauen

  • Einseitige Muskulatur, Schiefe

  • Läuft nicht über den Rücken

  • Schlechte Balance

  • Hat Probleme mit Bewegungseinschränkungen (angebunden zu sein, stillstehen, Zügelhilfen annehmen, im Transporter zu sein, usw.)

  • Zeigt Widersetzlichkeit gegenüber Anordnungen

  • Hat Mühe mit schwierigen Situationen umzugehen

  • Ist schnell abgelenkt durch äussere Einflüsse, Wetter, Umgebung usw. 

  • schnellere Gangarten erzeugen Hektik oder genau das Gegenteil

Zudem unterstütze ich ihn begleitend mit der TRUST TECHNIQUE von James French, welche eine vertrauensbildende und heilende Wirkung hat. Sie kann zudem dabei helfen, Ängste zu überwinden und Probleme zu lösen.

Die TRUST TECHNIQUE reduziert die Gedanken und Gefühle vom Tier und hilft ihm seinen Stresslevel zu senken damit eine tiefe Verbindung zum Menschen entstehen kann. 

Ich denke jeder kennt diesen Zustand, wenn einem so viele Gedanken und Gefühle beschäftigt, dass man praktisch nichts anderes mehr wahrnimmt. Das Gleiche kann bei sehr sensiblen oder gestressten Tieren auch passieren. In dieser Verfassung sind sie nicht in der Lage wirklich zu lernen und uns zuzuhören. Aber auch schlechte Erfahrungen oder traumatische Erlebnisse können sehr tief sitzen und den täglichen Umgang vor grosse Herausforderungen stellen. 

Das schöne an dieser Arbeit ist, dass man nichts manipulieren oder vom Tier erzwingen kann. Sobald das Tier aber bereit ist sich zu öffnen, können unglaubliche Veränderungen passieren, die man für nicht möglich gehalten hätte. 

 

 

04.06.2016

Lusitano

30. September 2016

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